No Future?

Die Welt brennt, läuft heiß, gerät aus den Fugen. Und ich selbst fühle mich machtlos mitgerissen in den Strudel. Wenn man selbst in der Familie jeden Halt verliert und eigentlich eine Entscheidung treffen muss, aber nicht kann. Was ist das Leben dann noch wert? Egal wofür, bzw. wogegen man sich entscheidet, man verliert. Selbst die kleine Welt, in die man sich retten wollte, zerbricht. Ein kraftloser Kampf ist es, der in Ohnmacht endet. Und trotzdem nicht aufzugeben, das ist Hoffnung. Wer sind wir, die wir nicht verstehen, was um uns herum geschieht? Und an wessen Fäden hängen wir? Sind wir normalen Menschen Marionetten, geführt von Marionetten, die selbst an Fäden hängen?

Weltrettung

Schau ich mich um auf der Welt, und diese Sicht findet aktuell größtenteils via sozialer Medien statt, wird mir übel. Nicht erst seit heute, aber immer ein bisschen mehr. Bisher jedoch ist es mir, wie wahrscheinlich vielen anderen auch, noch immer gelungen mich dagegen abzuschotten, bzw. zu einem gewissen Grad abzustumpfen. Lange aber wird es nicht gelingen zu ignorieren was über uns kommt. Und ich rede hier nicht nur von Covid19 und seinen Varianten. Besonders fällt auf, dass die zunehmende Spaltung der Gesellschaft, der Gesellschaften, ihren Teil dazu beiträgt, die aus meiner Sicht wichtigen Veränderungen wahr- und ernstzunehmen.

Das ein großer Teil der Menschheit sich nach Corona ein Leben wünscht wie vor Corona, ist zweifellos auf den Wohlstand zurückzuführen, der uns satt gemacht hat. So satt, dass die sich selbst so nennenden Querdenker erst begannen zu demonstrieren, als sie ihre persönliche Freiheit bedroht sahen. Nicht auf der Straße waren und sind sie, wenn es darum geht den Planeten zu retten. Auf keiner Querdenkerdemo sah ich Schilder mit der Aufforderung an die Regierung etwas gegen Kriege zu unternehmen oder den sozial Schwachen zu bezahlbarem Wohnraum zu verhelfen. Nein, dies müssen unsere Kinder und Jugendlichen. Sollte die Welt wirklich noch zu retten sein, haben wir es ihnen zu danken.

Aus meiner Sicht ist die Welt zu retten nur möglich durch radikale Maßnahmen und Einschnitte in der Lebensqualität der gesamten Menschheit. Und nicht etwa scheibchenweise. Dieser radikale Umbruch müßte von heute auf morgen stattfinden. Quasi zu einem Stichtag.

Betroffen wären die aktuellen Grundlagen aller Systeme. Priorität hätten Wirtschaft, Konsum und Mobilität. Und bei letzterem das Reisen.

Eine mögliche Liste begänne mit folgendem:

  • Einführung eines BGE
  • Ausbau des ÖPNV, Reduzierung des Individualverkehrs
  • Festlegung wichtiger Wirtschaftsgüter, deren Produktion subventioniert wird
  • Umgestaltung der Infrastruktur zu Gunsten bewegungsintensiver Fortbewegung
  • Drosselung des Flug-, Schiffs- und LKW-Verkehrs
  • Drosselung des Schadstoffaustosses durch die Industrie
  • usw.

Diese Liste läßt sich beliebig erweitern, für Vorschläge bin ich offen.

Nun aber kommt der eigentlich schwerste Part der ganzen Weltrettungsaktion. Die Überzeugungsarbeit. Wie kann man den Menschen verständlich machen, dass die Welt zu retten nur auf eine Art möglich ist und Zeit zum diskutieren uns fehlt ohne eine Revolte zu provozieren? Denn was nützt aller guter Wille, wenn es Uneinsichtige gibt, die sich quer stellen und im Stande sind noch andere unentschlossene auf ihre Seite zu ziehen.

In der aktuellen Situation sehe ich für Vernunft keine Hoffnung.